Was, wenn ein einzelner Bonitätsscore mehr Fragen aufwirft, als er beantwortet? Bei der Auswahl neuer Mieter möchten Sie sich vor Zahlungsausfällen schützen und zugleich fair entscheiden. Die bonitätsprüfung mieter vermieter umfasst deshalb mehr als den Blick auf einen Score: Entscheidend ist, finanzielle Hinweise im Zusammenhang zu betrachten und für alle Bewerbungen dieselben sachlichen Maßstäbe anzulegen.
Das ist besonders wichtig, wenn Unterlagen unterschiedliche Signale senden oder sensible persönliche Angaben enthalten. Eine klare Prüfroutine hilft, relevante Informationen einheitlich einzuordnen, offene Fragen zu erkennen und die Entscheidung nachvollziehbar zu begründen.
Diese Checkliste zeigt Ihnen, welche Unterlagen bei der Einschätzung hilfreich sein können, wann Sie danach fragen sollten und wie Sie mit personenbezogenen Daten umsichtig umgehen. Sie erfahren außerdem, wie sich Bonitätsauskünfte und weitere finanzielle Angaben einordnen lassen, ohne daraus vorschnell ein Urteil abzuleiten.
Wichtigste Erkenntnisse
- Mit einer vorab festgelegten Prüfroutine vergleichen Sie Bewerbungen nach denselben, für die Vermietungsentscheidung relevanten Kriterien.
- Bonitätsauskunft, Selbstauskunft und Einkommensnachweis geben unterschiedliche Hinweise. Eine Gegenüberstellung hilft, ihre Aussagekraft und Grenzen besser einzuordnen.
- Bei der bonitätsprüfung mieter vermieter gehören Zweckbindung, Datenminimierung, Zugriffsschutz und ein durchdachter Umgang mit der Löschung von Unterlagen zum Auswahlprozess.
- Ein einfaches Prüfraster trennt die Kriterien von den Angaben und schafft eine nachvollziehbare Grundlage für die Entscheidung.
- Offene Fragen lassen sich sachlich klären, bevor Sie eine Zu- oder Absage treffen.
Bonitätsprüfung von Mietern: Was Vermieter damit einschätzen können
Bonität beschreibt Hinweise darauf, ob eine Person finanzielle Verpflichtungen erfüllen kann. Für Vermieter ist das relevant, weil die Miete regelmäßig eingehen soll und ein Zahlungsausfall die eigene Planung beeinträchtigen kann. Eine faire Prüfung berücksichtigt die vorliegenden Informationen und vermeidet pauschale Annahmen über einzelne Bewerbergruppen.
Bonität, Zahlungsfähigkeit und Bonitätsauskunft verständlich erklärt
Zahlungsfähigkeit meint die wirtschaftliche Möglichkeit, laufende Verpflichtungen wie die Miete zu tragen. Bonität kann darüber hinaus Hinweise auf den bisherigen Umgang mit finanziellen Verpflichtungen umfassen. Eine Bonität (Kreditwürdigkeit) wird anhand unterschiedlicher Informationen eingeschätzt und lässt sich nicht an einer einzelnen Angabe ablesen.
Eine Bonitätsauskunft dokumentiert bestimmte finanzielle Merkmale. Davon zu unterscheiden ist eine Bewertung: Ein Score ist ein rechnerischer Wert, mit dem eine Auskunftei, also ein Unternehmen, das Informationen zur Kreditwürdigkeit bereitstellt, Daten nach einem eigenen Verfahren zusammenfasst. Weder die Auskunft noch der Score garantieren, dass künftige Mietzahlungen pünktlich erfolgen.
Was eine Bonitätsprüfung aussagt und was nicht
Je nach Anbieter können Auskünfte unterschiedliche Daten und Bewertungsverfahren enthalten. Ein Wert lässt sich daher nicht ohne Weiteres mit dem Ergebnis eines anderen Anbieters gleichsetzen. Auch ein unauffälliger Eintrag beantwortet nicht automatisch alle Fragen zur finanziellen Situation. Umgekehrt ergibt ein einzelner kritischer Hinweis für sich genommen noch kein vollständiges Bild.
Stellen Sie sich zwei Bewerbungen vor: Bei einer Person liegt eine positive Auskunft vor, aber Angaben zu den laufenden Einnahmen sind noch offen. Bei einer anderen gibt es einen erklärungsbedürftigen Eintrag, während die übrigen Informationen stimmig erscheinen. In beiden Fällen sollten Sie die Hinweise im Zusammenhang prüfen, statt aus einem einzelnen Merkmal sofort eine Zu- oder Absage abzuleiten.
Ein Bonitätsscore ersetzt keine Gesamtbetrachtung. Er dient als Orientierung, nicht als sichere Vorhersage künftiger Mietzahlungen. Prüfen Sie, welche Aussage der Score tatsächlich trifft und welche Aspekte er nicht abbildet. Die bonitätsprüfung mieter vermieter ist nachvollziehbarer, wenn Sie den Score als einen Baustein neben weiteren relevanten Informationen behandeln.
Das schließt Unsicherheit nicht aus, schafft aber eine sachlichere Entscheidungsgrundlage. Fragen Sie sich bei jedem Beleg: Was wird damit belegt, was bleibt offen und lässt sich die Lücke mit einer geeigneten Angabe klären? So vermeiden Sie, einen einzelnen Wert überzubewerten oder aus unvollständigen Informationen vorschnelle Schlüsse zu ziehen.
Mieter-Bonität prüfen: Die Checkliste für einen geordneten Ablauf
Eine verlässliche Prüfung beginnt nicht mit einem einzelnen Beleg, sondern mit einem klaren Ablauf. Die folgende Checkliste ist keine starre gesetzliche Prüfformel. Sie hilft Ihnen, Informationen geordnet und vergleichbar zu betrachten und Ihre Entscheidung zu begründen, ohne aus einer einzelnen Angabe vorschnell Schlüsse zu ziehen.
Vor der Prüfung: Kriterien und Ablauf einheitlich festlegen
Legen Sie vor der ersten Sichtung fest, welche Angaben für die konkrete Vermietungsentscheidung relevant sind. Sie sollten einen nachvollziehbaren Bezug zur Erfüllung des Mietvertrags haben. Wenn Sie bei allen Bewerbungen dieselbe Reihenfolge und vergleichbare Maßstäbe anwenden, bleibt der Auswahlprozess übersichtlich und weniger anfällig für spontane oder uneinheitliche Bewertungen.
Auch Zeitpunkt und Umfang der Datenerhebung sind wichtig. Die Datenschutzkonferenz empfiehlt ein stufenweises Vorgehen: zunächst allgemeine Angaben, ausführlichere finanzielle Informationen erst bei konkretem Mietinteresse und eine Identitätsprüfung kurz vor Vertragsabschluss. Welche Vorgaben im Einzelfall gelten, sollten Sie vor der Umsetzung anhand der aktuellen Datenschutzanforderungen prüfen. Erheben Sie nur die Angaben, die Sie für den jeweiligen Schritt benötigen, und informieren Sie transparent über den Zweck.
Während der Prüfung: Unterlagen sachlich zusammenführen
Die Unterlagen erfüllen unterschiedliche Aufgaben. Eine Selbstauskunft enthält Angaben, die Mietinteressierte selbst machen. Eine Auskunft einer Auskunftei dokumentiert bestimmte Bonitätsinformationen nach deren Verfahren. Einkommensnachweise können zeigen, welche Einnahmen für laufende Verpflichtungen zur Verfügung stehen. Keiner dieser Belege beantwortet allein jede Frage. Ordnen Sie daher ein, welche konkrete Aussage eine Unterlage erlaubt und welche nicht.
Stimmen Angaben nicht überein oder fehlen Belege, behandeln Sie das zunächst als offenen Punkt. Ein Zahlendreher, ein unvollständiger Nachweis oder eine veränderte Einkommenssituation kann eine sachliche Rückfrage sinnvoll machen. Geben Sie der betreffenden Person Gelegenheit, die Unstimmigkeit zu erklären, bevor Sie sie bewerten. Halten Sie fest, welche Information fehlt und ob sie für Ihre Entscheidung tatsächlich erheblich ist.
Als kurze Orientierung können Sie die Prüfung in diesen Schritten ordnen:
- Relevante Kriterien vorab festlegen und bei allen Bewerbungen einheitlich anwenden.
- Informationen passend zum Stand des Bewerbungsverfahrens und zum erforderlichen Zweck erheben.
- Selbstauskunft, Bonitätsauskunft und Einkommensnachweise nach ihrer jeweiligen Aussagekraft einordnen.
- Unstimmigkeiten gezielt und respektvoll klären, statt sie automatisch als Ablehnungsgrund zu behandeln.
- Entscheidungsrelevante Hinweise knapp dokumentieren und offene Punkte vor der Auswahl bewerten.
So wird die bonitätsprüfung mieter vermieter zu einem nachvollziehbaren Teil der gesamten Mieterauswahl und nicht zu einer automatischen Entscheidung nach einem einzelnen Merkmal. Wenn Sie Bewerbungen im Rhein-Sieg-Kreis sichten, kann eine strukturierte Begleitung bei der Vermietung den Auswahlprozess zusätzlich ordnen.
Bonitätsauskunft, SCHUFA und Einkommensnachweis fair vergleichen
Die verschiedenen Nachweise beantworten unterschiedliche Fragen. Eine Bonitätsauskunft kann Hinweise aus einer externen Bewertung enthalten, eine Selbstauskunft bündelt Angaben der Mietinteressierten und Einkommensunterlagen geben Einblick in Einnahmen. Entscheidend ist nicht, welcher Beleg vermeintlich der beste ist, sondern welche Information Sie benötigen und was sich daraus tatsächlich ableiten lässt.
Welche Hinweise liefern Auskunft und Selbstauskunft?
Eine Auskunftei-Auskunft kann je nach Anbieter und Produkt unterschiedlich aufgebaut sein. Prüfen Sie, auf welchen Zeitraum und welche Angaben sie sich bezieht, statt verschiedene Ergebnisse ohne Weiteres gleichzusetzen. Eine Selbstauskunft enthält die Antworten der interessierten Person auf Ihre Fragen. Sie ist keine unabhängige Prüfung, kann aber Angaben für die weitere Einschätzung bündeln.
Auch bei der SCHUFA sollten Sie unterschiedliche Angebote und Dokumente auseinanderhalten. Seit dem 17. März 2026 gibt es ein neues, transparenteres Score-System. Verbraucherinnen und Verbraucher können ihren Score kostenlos im SCHUFA-Onlinekonto einsehen und nachvollziehen, wie er anhand von zwölf Kriterien berechnet wird. Die kostenlose Datenkopie nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung ist dagegen sehr ausführlich und enthält sensible persönliche Informationen. Sie ist deshalb nicht für die Weitergabe an Vermieter gedacht.
Einkommensnachweise im Gesamtbild einordnen
Einkommensunterlagen können helfen, die laufende Zahlungsfähigkeit einzuschätzen. Die Höhe der Einnahmen allein belegt jedoch weder den Zahlungswillen noch garantiert sie, dass die Miete künftig immer pünktlich eingeht. Auch die Art des Einkommens ist für sich genommen kein Qualitätsmerkmal. Entscheidend ist, ob die vorliegenden Angaben für die konkrete Einschätzung relevant und nachvollziehbar sind.
Die folgende Gegenüberstellung zeigt Zweck und Grenzen der Nachweisarten auf einen Blick:
- Bonitätsauskunft: Sie liefert externe Hinweise zur finanziellen Einschätzung. Umfang, Aktualität und Bewertungsverfahren können sich je nach Anbieter und Produkt unterscheiden.
- Selbstauskunft: Sie fasst Angaben der Mietinteressierten zusammen und kann offene Fragen sichtbar machen. Die Informationen stammen von der Person selbst und sind nicht automatisch unabhängig bestätigt.
- Einkommensnachweis: Er kann Einnahmen für einen bestimmten Zeitraum belegen. Er zeigt aber nicht allein alle finanziellen Verpflichtungen oder die künftige Entwicklung.
Behandeln Sie keine dieser Unterlagen als allein ausreichenden Beleg. Eine aktuelle Auskunft kann etwa durch Einkommensangaben ergänzt werden, während eine Selbstauskunft zunächst passende Rückfragen erkennen lässt. Verlangen Sie nicht routinemäßig umfangreiche oder besonders sensible Einzelinformationen, wenn sie für die Entscheidung nicht erforderlich sind.
Bei der bonitätsprüfung mieter vermieter unterstützt der Vergleich eine sachliche Abwägung: Welche Angabe liegt vor, welche Frage beantwortet sie und wo bleibt eine Lücke? So berücksichtigen Sie unterschiedliche Erwerbs- und Einkommenssituationen, ohne einzelne Nachweisarten oder Bewerbergruppen pauschal höher oder niedriger zu bewerten.

Datenschutz und faire Auswahl: So vermeiden Vermieter unnötige Risiken
Bei der Mieterauswahl zählt nicht nur, welche Informationen Sie prüfen, sondern auch, weshalb Sie sie benötigen und wie Sie damit umgehen. Datenschutz gehört deshalb von Anfang an zum Auswahlprozess. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) verlangt, dass personenbezogene Daten zweckgebunden und auf das erforderliche Maß beschränkt verarbeitet werden. Jede abgefragte Information sollte einen nachvollziehbaren Bezug zur Vermietungsentscheidung haben.
Nur erforderliche Daten erheben und geschützt behandeln
Beschränken Sie die Unterlagen auf das, was Sie für den jeweiligen Schritt benötigen. Fragen Sie beispielsweise nicht vorsorglich detaillierte Finanzinformationen von allen Personen an, die sich zunächst nur allgemein für eine Wohnung interessieren. Legen Sie außerdem fest, wer Bewerbungsunterlagen einsehen darf. Beschränkter Zugriff verringert das Risiko, dass sensible Angaben unnötig weitergegeben oder verwendet werden.
Auch die Aufbewahrung braucht einen klaren Zweck. Bestimmen Sie, wo Unterlagen gespeichert werden, wer darauf zugreifen kann und wann sie gelöscht werden, sobald sie für den festgelegten Zweck nicht mehr benötigt werden. Eine pauschale Aufbewahrung „für alle Fälle“ ist keine gute Routine. Prüfen Sie konkrete Fristen und Anforderungen anhand der aktuellen datenschutzrechtlichen Vorgaben. Sie können vom Einzelfall abhängen und davon, ob nach Abschluss des Auswahlverfahrens noch ein nachvollziehbarer Grund für die Speicherung besteht.
Gleichbehandlung und transparente Entscheidungen sicherstellen
Faire Auswahl beginnt mit einheitlichen Kriterien. Legen Sie vor der Sichtung fest, welche Angaben für die konkrete Vermietung relevant sind, und wenden Sie dieselben Maßstäbe auf alle Bewerbungen an. Persönliche Merkmale ohne sachlichen Bezug zur Fähigkeit, den Mietvertrag zu erfüllen, gehören nicht in die Bonitätsbewertung. Fragen zu Schwangerschaft, Familienplanung, politischer oder religiöser Zugehörigkeit sowie zu Vorstrafen sind keine passenden Bonitätskriterien. Prüfen Sie die jeweils geltenden Grenzen der Datenerhebung und das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz für den konkreten Auswahlprozess aktuell.
Eine faire Prüfung bedeutet nicht, jede Bewerbung unabhängig von den Unterlagen gleich zu bewerten. Sie bedeutet, Unterschiede anhand nachvollziehbarer, relevanter Kriterien einzuordnen und nicht aufgrund von Vermutungen oder persönlichen Zuschreibungen zu entscheiden. Dokumentieren Sie knapp, welche entscheidungsrelevanten Informationen Sie herangezogen haben und welche Fragen offenblieben. So können Sie später besser erklären, wie die Auswahl zustande kam, ohne unnötig sensible Einzelheiten festzuhalten.
- Zweckbindung: Erheben Sie Angaben für einen klar benannten Auswahlzweck.
- Datenminimierung: Fordern Sie nur Informationen an, die für den jeweiligen Schritt erforderlich sind.
- Zugriffsschutz: Beschränken Sie den Einblick auf zuständige Personen und sichern Sie die Unterlagen angemessen.
- Löschung: Prüfen Sie regelmäßig, ob gespeicherte Bewerbungsdaten noch benötigt werden.
Eine sorgfältige bonitätsprüfung mieter vermieter verbindet die wirtschaftliche Einschätzung mit einem verantwortungsvollen Umgang mit persönlichen Daten. Engels Immobilien begleitet Eigentümer bei der Vermietung im Rhein-Sieg-Kreis und unterstützt dabei, den Auswahlprozess strukturiert zu gestalten.
Nach der Bonitätsprüfung: Entscheidung nachvollziehbar treffen
Nach der Sichtung mehrerer Unterlagen kommt es darauf an, die Hinweise geordnet zusammenzuführen. Ein einfaches internes Prüfraster trennt die zuvor festgelegten Kriterien von den dazu erhaltenen Informationen. So wird sichtbar, worauf Ihre Einschätzung beruht und welche Punkte noch offen sind, ohne dass ein einzelner Score die Entscheidung vorwegnimmt.
Hinweise gewichten, statt nur einen Score abzulesen
Halten Sie zu jeder relevanten Angabe fest, woher sie stammt, wie aktuell sie ist und welche Frage sie beantwortet. Eine ältere Auskunft kann anders zu bewerten sein als ein aktueller Nachweis. Eine Selbstauskunft wiederum ist eine Angabe der interessierten Person und keine unabhängige Bestätigung. Notieren Sie deshalb auch die Aussagegrenzen des jeweiligen Belegs.
Ein auffälliger Eintrag sollte nicht ohne Zusammenhang als abschließendes Urteil gelten. Prüfen Sie zunächst, ob er für die konkrete Vermietungsentscheidung relevant und verständlich ist. Fehlt eine Angabe oder widersprechen sich zwei Unterlagen, können Sie sachlich nachfragen. Geben Sie der Person Gelegenheit, den Punkt zu erläutern, und berücksichtigen Sie die Antwort nach denselben Maßstäben wie bei anderen Bewerbungen.
Ein übersichtliches Prüfraster kann beispielsweise diese Spalten enthalten:
- Kriterium: Welche zuvor festgelegte Frage ist für die Vermietungsentscheidung relevant?
- Information: Welche konkrete Angabe oder welcher Nachweis liegt dazu vor?
- Herkunft und Aktualität: Wer hat die Information bereitgestellt und auf welchen Zeitpunkt bezieht sie sich?
- Einordnung: Was lässt sich daraus ableiten, und was bleibt offen?
- Nächster Schritt: Ist eine Rückfrage nötig oder reicht die vorhandene Grundlage für die Entscheidung?
Trennen Sie Beobachtung und Bewertung. „Einkommensangabe für den betreffenden Zeitraum liegt vor“ beschreibt einen Sachverhalt. „Zuverlässig“ oder „unzuverlässig“ wäre dagegen ein Urteil, das sich nicht allein aus einer einzelnen Unterlage ableiten lässt. Begründen Sie Ihre Entscheidung anhand der festgelegten Kriterien und dokumentieren Sie knapp, welche Informationen ausschlaggebend waren. Bewahren Sie nur die Notizen auf, die für eine nachvollziehbare Entscheidung erforderlich sind.
Die Vermietung geordnet und mit persönlicher Begleitung abschließen
Ist die Entscheidung getroffen, führen Sie die nächsten Schritte übersichtlich zusammen: Informieren Sie die ausgewählte Person über das weitere Vorgehen und geben Sie anderen Interessierten eine klare Rückmeldung. Achten Sie auf eine respektvolle Kommunikation und legen Sie keine sensiblen Details aus der Prüfung unnötig offen. Eine gut organisierte Abschlussphase schafft für alle Beteiligten Orientierung.
Die bonitätsprüfung mieter vermieter ist ein Teil des gesamten Vermietungsablaufs, in dem Unterlagen, Kommunikation und Auswahl zusammenpassen sollten. Engels Immobilien begleitet Eigentümer bei der Vermietung im Rhein-Sieg-Kreis und bringt regionale Marktkenntnis in die strukturierte Sichtung von Bewerbungen ein. Lassen Sie sich zur Vermietung beraten, wenn Sie den Auswahlprozess mit persönlicher Begleitung gestalten möchten.
Gestalten Sie den nächsten Vermietungsschritt mit Klarheit
Eine gute Auswahlentscheidung entsteht nicht erst beim letzten Blick auf die Unterlagen. Sie beginnt damit, den Ablauf für die nächste Vermietung bewusst festzulegen und bei jeder Bewerbung verlässlich anzuwenden. So können Sie auch dann ruhig entscheiden, wenn Hinweise nicht eindeutig sind oder eine Rückfrage nötig wird. Die bonitätsprüfung mieter vermieter wird damit zu einem nachvollziehbaren Teil Ihrer Vermietungspraxis statt zu einer Momententscheidung unter Zeitdruck.
Wenn Sie den Auswahlprozess nicht allein organisieren möchten, bietet persönliche Begleitung zusätzliche Orientierung. Engels Immobilien ist ein inhabergeführtes Immobilienunternehmen mit Sitz in Hennef (Sieg) und regional im Raum zwischen Koblenz und Köln tätig. Die Erfahrung aus der Vermietung unterstützt Eigentümer dabei, Bewerbungen strukturiert zu sichten und die nächsten Schritte umsichtig vorzubereiten.
Ob Sie eine einzelne Wohnung oder eine Gewerbeimmobilie vermieten: Eine klare Vorgehensweise schafft eine gute Grundlage für einen respektvollen Start des Mietverhältnisses. Engels Immobilien unterstützt Eigentümer in Hennef, Bonn, Köln, Siegburg, Troisdorf und im Rhein-Sieg-Kreis bei der Vermietung. Lassen Sie sich zur Vermietung im Rhein-Sieg-Kreis beraten und gehen Sie den nächsten Schritt mit persönlicher Begleitung an.
Häufige Fragen zur Bonitätsprüfung von Mietern
Ist eine Bonitätsprüfung vor jeder Wohnungsvermietung Pflicht?
Nein, eine Bonitätsprüfung ist nicht pauschal vor jeder Wohnungsvermietung vorgeschrieben. Vermieter sollten im Einzelfall abwägen, ob die angefragten Informationen für die konkrete Auswahl erforderlich und verhältnismäßig sind. Ein stufenweises Vorgehen kann Orientierung geben: Bei einer Besichtigung genügen zunächst allgemeine Angaben, ausführlichere Finanzinformationen kommen eher bei ernsthaftem Mietinteresse infrage. Die Identitätsprüfung ist kurz vor Vertragsabschluss vorgesehen.
Kann ein Mieter seine Bonitätsauskunft selbst kostenlos anfordern?
Ja, jede Person kann nach Artikel 15 der Datenschutz-Grundverordnung kostenlos eine Kopie ihrer gespeicherten Daten bei der SCHUFA anfordern. Diese detaillierte Datenkopie enthält sensible Informationen und ist nicht für die Weitergabe an Vermieter gedacht. Davon zu unterscheiden ist der SCHUFA-Score: Seit dem 17. März 2026 können Verbraucherinnen und Verbraucher ihn kostenlos im SCHUFA-Onlinekonto einsehen. Eine kostenlose Datenkopie ist also nicht dasselbe wie eine geeignete Mieterauskunft.
Was bedeutet ein schlechter SCHUFA-Score bei einer Mietbewerbung?
Ein niedriger Score ist ein Hinweis, aber kein abschließendes Urteil über eine Person oder ihre künftigen Mietzahlungen. Prüfen Sie, welche Information dahintersteht und ob sie aktuell und für die Entscheidung relevant ist. Der Europäische Gerichtshof stellte am 7. Dezember 2023 klar, dass eine automatisierte Entscheidung nicht allein auf einem SCHUFA-Score beruhen darf. Klären Sie offene Punkte sachlich, bevor Sie die Bewerbung bewerten.
Darf ein Vermieter Kontoauszüge von Mietinteressenten verlangen?
Die pauschale Anforderung vollständiger Kontoauszüge ist nicht automatisch gerechtfertigt. Wenn ein Nachweis zur Einschätzung der laufenden Zahlungsfähigkeit erforderlich ist, sollte die Anfrage auf den konkreten Zweck und das notwendige Maß begrenzt bleiben. Mietinteressierte können gegebenenfalls nicht relevante Buchungen schwärzen, damit private Ausgaben nicht offengelegt werden. Erklären Sie vorab, weshalb Sie den Nachweis benötigen, und berücksichtigen Sie, ob ein weniger umfassender Beleg ausreicht.
Wie können Vermieter mehrere Mietinteressenten fair vergleichen?
Für eine faire bonitätsprüfung mieter vermieter hilft ein einheitliches Prüfraster: Vergleichen Sie bei allen Bewerbungen dieselben mietrelevanten Kriterien und trennen Sie belegte Angaben von offenen Fragen. Halten Sie beispielsweise fest, ob ein Nachweis vorliegt, welchen Zeitraum er abdeckt und ob eine Rückfrage erforderlich ist. So vermeiden Vermieter in Hennef, Bonn oder Siegburg spontane Maßstabwechsel und können ihre Auswahl nachvollziehbar begründen.
Was sollte ein Vermieter mit Bonitätsdaten nach der Auswahl tun?
Begrenzen Sie den Zugriff auf gespeicherte Bonitätsdaten und löschen Sie Unterlagen, sobald sie für den Auswahlzweck nicht mehr benötigt werden. Legen Sie keine pauschale Aufbewahrungsdauer fest, ohne den konkreten Fall und die geltenden Datenschutzanforderungen zu berücksichtigen. Bei der ausgewählten Person sollten nur Informationen aufbewahrt werden, die weiterhin erforderlich sind. Bei abgelehnten Bewerbungen prüfen Sie gesondert, ob noch ein nachvollziehbarer Grund für eine befristete Speicherung besteht.